Blooming ist der plötzliche Kontrastverlust durch überzeichnen in hellen Bildteilen. Wenn ein Motiv sehr hohe Helligkeitswerte aufweist, sind einige CCD – Sensoren nicht mehr in der Lage, die umgebenden Bereiche fein abgestuft wiederzugeben. Statt dessen springen die Helligkeitswerte auf benachbarte Regionen über und erzeugen so eine nahezu einfarbig weiße Fläche. Hervorgerufen wird dieser Effekt durch überschwappende Ladungen in überbelichteten Zellen. Es gibt verschiedene Techniken, um den Blooming Effekt zu minimieren:

  1. Horizontal Antiblooming: neben einem Pixel wird eine Art „Gulli“ gebaut, in dem überfließende Elektronen abfließen können. Vorteile sind einfacher Aufbau und effektive Wirkung, nachteilig ist, dass Platz auf der lichtempfindlichen Sensorfläche vergeudet wird.
  2. Clocked Antiblooming: dieses Verfahren nutzt die Eigenschaft der Elektronen, mit „Löchern“ zu rekombinieren. Durch spezielle Taktung wird der Vorrat an Löchern ständig aufgefrischt. Nachteilig dabei: die Kapazität der Pixel sinkt, und das Verfahren ist kompliziert
  3. Vertical Antiblooming: funktioniert im Prinzip wie (1), jedoch mit dem Unterschied, dass es komplizierter im Aufbau, dafür aber wirkungsvoller ist, keine lichtempfindliche Stelle verdeckt und zusätzlich den Dunkelstrom reduziert.