Beim 3 – CCD Verfahren wird das vom Objekt ausgesandte Licht auf drei unabhängige CCD Sensoren gelenkt, die jedeweils einen R, G oder B-Farbfilter haben. Der Vorteil dieser Methode ist, dass im Gegensatz zu der anschließend vorgestellten 1 – Chip Technik keine Interpolationsalgorithmen angewandt werden müssen und somit auch keine Schärfeverluste und Moireeffekte entstehen. Allerdings hat das 3 – CCD Verfahren auch einen großen Nachteil: durch die beiden zusätzlichen CCDs und die komplizierte Optik (bei einer Pixelgröße von ca. 5x5 µm müssen die Lichtstrahlen bei jedem der 3 CCDs auf den gleichen Pixel fallen) ist der Preis ungleich höher als bei einer vergleichbaren 1 CCD Kamera. Die 3 – CCD Technologie findet daher fast ausschließlich bei Profikameras Verwendung. Wenn eine Kamera nur dazu dienen soll, starre Objekte aufzunehmen (z.B. Produktbilder für Kataloge), dann genügt auch ein einziger CCD Sensor, mit dem man einfach drei mal hintereinander mit jeweils einem anderen RGB Farbfilter ein Foto macht. Vorraussetzung ist dabei natürlich ein professionelles Stativ, da kleinste Veränderungen an Kamera bzw. Objektposition zu unbrauchbaren Ergebnissen führen.